Tipps aus dem Lehrrevier “Weinsheim”

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Tipps aus dem Lehrrevier “Weinsheim”

Fallenjagd leicht gemacht

Neue Betonwipprohrfalle „Trapper“ mit dem Fallenmeldesystem Trapmaster im Lehrrevier unterstützt 24 Stunden am Tag den Artenschutz.

Am 1. August begann die Jagdzeit für alles Raubwild. Bezüglich der Prädatorenbejagung wurde, was die Notwendigkeit als unerlässliches Mittel zu der Lebensraumsicherung für gefährdete Arten betrifft, weltweit von international anerkannten Wissenschaftlern ausreichend geforscht. Zum einen hilft dies den gefährdeten Bodenbrüterarten im Offenland und im Wald und ist damit besatzsteigernd für die Arten welche dem Jagdrecht unterliegen.

In den letzten Jahrzehnten richten sich die jagdlichen Aktivitäten auch im Offenland immer mehr auf Wildarten, die an landwirtschaftlichen Kulturen zu Schaden gehen, dazu gehört insbesondere das Schwarzwild, das einen Großteil der knapp bemessene Zeit der Jägerschaft in Anspruch nimmt. Dadurch bleiben andere Wildarten – und andere Jagdmethoden meist auf der Strecke, dazu gehört auch und insbesondere die Fangjagd auf die Niederwild-Prädatoren.
Damit aber auch unser Hegeauftrag zur Erhaltung der Biodiversität umgesetzt werden kann, lassen sich immer wieder pfiffige „Daniel Düsentriebe“ etwas Neues einfallen.

Wichtigstes Kriterium bei der Auswahl und Erfindung von neuen Fallen ist die Gewährleistung des Tierschutzes, hier ist neben dem sicheren Auslösemechanismus insbesondere die Vorgabe zu beachten, dass die Verweildauer des lebend gefangenen Raubwildes in der Falle so kurz wie möglich zu halten ist.

Nachdem Ulrich Steinkamp uns sein System der Betonwipprohrfalle „Trapper“ vorgestellt hat und wir dieses mit einem anderen nach AIHTS (Internationales Abkommen zum humanen Fallenfang) getesteten Modell verglichen haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass diese Bauart als bauartgleich definieret werden kann und somit auch international zulässig wäre (wenngleich der Auslösemechanismus des Modells oben und nicht seitlich angebracht ist, wie bei der bereits getesteten Falle). Daher haben wir uns entschlossen auch dieses Fallensystem in unserem Lehrrevier einzusetzen und zu testen.
 

Modell Trapper

Den richtigen Platz haben wir zuvor mit einer Wildkamera ausgekundschaftet. Schon nach kurzer Zeit hatten wir Dachs, Fuchs und beide Marderarten auf einem bestimmten Wildwechsel bestätigt. Daraufhin wurde dieser Standort ausgewählt. Mit dem Spaten wurde eine waagerechte Fläche von 6m Länge auf 70cm Breite geschaffen, der Fangraum in der Mitte etwas vertieft, das Metallgestänge zusammengeschraubt, einen Zwangspass als Trichter angebaut, mit Ästen und etwas altem Heu verblendet und schon war die Falle einsatzbereit.

Um auf den o.g. Zeitaspekt zurückzukommen, möchten wir das von uns zusätzlich eingebaute Fallenmeldesystem der Firma Trappmaster vorstellen. Trapmaster abreitet mit einer anbieter-unabhängigen SIM-Karte, sodass das Meldesystem auf alle Mobilfunkanbieter zurückgreifen kann. Der Melder sucht sich das stärkste Netz, sodass eine Meldung sichergestellt ist, wenn die Falle ausgelöst wurde. Die Meldungen können per E-Mail, per SMS oder Telegramm erfolgen, damit die Falle alsbald kontrolliert werden kann.

Wildmeister Christoph HILDEBRANDT, Leiter Landesjagdschule
 

Nachfolgend finden Sie den Einbau der Bteonwiprohrfalle “Trapper” in vier Bildstrecken:

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Zwei Wochen nach dem Einbau der Betonwipprohrfalle hatten wir Jagderfolg in Form von zwei Baummardern.

“Glatter Gang, glatter Fang”: Zwangspass mit Einlauftrichter - Verblendung der Falle. Einbau des Fallenmeldes TRAPMASTER.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Einbau von TRAPMASTER

Sorgfältiger - waagerechter - Einbau des Fangsystems.

Erweiterung der Betonrohre und Feinjustierung des Auslösemechanismus.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Betonwipprohrfalle “Trapper”

Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. • Egon-Anheuser-Haus, 55457 Gensingen • Postfach: 27  • Tel.: 06 727 / 89 44 0 • Fax: 06 727 / 89 44 22

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