Der Luchs kehrt zurück in den Pfälzerwald
Forderungen  des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V.
 

Erwartungen an die Wiederansiedlung des Luchses im Pfäl-zerwald

1. Transparenz, Offenheit, Vertrauen und Verständnis für die jeweiligen Positionen, aber auch für die ebenso an einer nachhaltigen Nutzung der Wildbestände interessierte Jägerschaft müssen das Handeln der Projektträger und Partner vor Ort prägen (u.a.. Gründung einer Luchsbeirates/-parlaments) .

2. Die fachlichen Positionen, aber auch die Sorgen und Ängste der Jäger vor Ort sind ernst zu nehmen und zu berücksichtigen.

3. Im Aufbau des Projektes sowie in allen Punkten der Durchführung wird der LJV beteiligt. Jagdlicher Fachverstand wird in die Projektarbeit auch personell integriert.

4. Die aktive Auswilderung von Großraubsäugern muss auf die Wildart Luchs und hier auf den einzigen geeigneten Lebensraum in Rheinland-Pfalz, den Pfälzerwald, beschränkt bleiben.

5. Der LJV ist sich sicher, dass die Jägerinnen und Jäger vor Ort den Luchs als Beutegreifer, ebenso wie Wildkatze, Uhu und Habicht, als Teil des Wildtierlebensraumes begreifen und ihre Hegeverpflichtung ernst nehmen werden.

6. Der LJV wird jeden Verstoß gegen den bestehenden doppelten Schutzstatus des Luchses im Rahmen des Jagd- und Naturschutzrecht – sei es durch illegale Tötung oder Illegales Aussetzen – konsequent zur Anzeige bringen.

7. Die Auswirkungen des Luchses auf die Jagdnutzung im Jagdrevier und die übrigen Wildtiere, zu deren Hege Grundeigentümer und Jägerinnen und Jäger gleichermaßen verpflichtet sind, müssen wichtiger Untersuchungsgegenstand werden.

8. Nutzungskonflikte sind unter Berücksichtigung aller Interessen und nicht nur derjenigen der Luchse zu managen. Dabei spielt für den LJV die gleichberechtigte Betrachtung der Lebensraumentwicklung der anderen Wildarten. Das freie Entfaltungsrecht für Beutegreifer muss auch für die Schalenwildarten wie das Rotwild gelten!

9. Das Luchsmanagement darf die Möglichkeit der späteren Regulation überhöhter Luchsbestände in Anpassung an seine Lebensräume unter Berücksichtigung der Lebensbedingungen anderer Wildarten (Beutetiere oder Wildkatze) nicht von vorneherein ausschließen.
 
10. Das Luchs-Monitoring durch die Jägerschaft (Rissmeldungen, Beobachtungen, etc.) wird finanziell honoriert. 100€ je Mitwirkungsfall sollen die Aufwendungen für Meldung und nachfolgende Reviereinweisung als Pauschale abdecken.

11. Die Öffentlichkeitsarbeit und die Veranstaltungen des Landesjagdverbandes werden finanziell gefördert.
 
12. Der Kampf gegen die weitere Zerschneidung und Zerstörung der Landschaft im Pfälzerwald und in anderen Landesteilen wird gemeinsam mit der Stiftung und im Schulterschluss mit den anderen Naturschutzverbänden intensiviert, auch zum Nutzen z.B. von Rotwild und Wildkatze.

13. Der Wolf ist gegenüber dem Luchs eine völlig unterschiedlich zu bewertende Tierart im Le-bensraum Rheinland-Pfalz. Seine aktive Wiederansiedlung wird abgelehnt. Der längst überfällige Managementplan der Landesregierung für den tierschutzgerechten Umgang mit muss auf die erarbeiteten Vorschläge des LJV eingehen.


 

Wiederansiedlung des Luchses im Pfälzerwald

 

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