Pressemeldung: Wildunfallzahlen gestiegen (26.03.2018)

Rund 25.000 Wildunfälle ereigneten sich in Rheinland-Pfalz im Jahr 2017. Im Vergleich zu 2016 stieg die Zahl von Verkehrsunfällen mit Wildtieren um 8,77 Prozent an. Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz ruft Autofahrer auf, in den Wochen nach der kürzlich stattgefundene Zeitumstellung besonders in den Dämmerungsstunden vorausschauend zu fahren.

 

Rehe kommen besonders oft unter die Räder. Foto: LJV RLP

Rund 10.000 Rehe fanden im Jagdjahr 2016/2017 den Tod auf rheinland-pfälzischen Straßen. Keine andere Wildart kommt so oft unter die Räder. Ein Hauptgrund für Wildunfälle ist die Zerschneidung von Lebensräumen durch Verkehrswege. Auch deswegen fordert der LJV den Ausbau von Wildtierkorridoren und Querungshilfen.

Mit der Umstellung auf die Sommerzeit steigt in den kommenden Wochen die Gefahr von Wildunfällen. Mit der Zeitumstellung verschiebt sich der Berufsverkehr in eine Zeit, in der Wildtiere besonders aktiv sind, denn in den Dämmerungsstunden machen sie sich auf Nahrungssuche oder kehren in ihre Tageseinstände zurück. Dabei überqueren Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere Straßen, um an das frische Grün zu gelangen, das sie insbesondere in den kommenden Wochen für den Haarwechsel und die anstehenden Geburten brauchen.

Um Wildunfälle zu vermeiden, ist eine angepasste Geschwindigkeit ein sehr wichtiger Faktor. Denn wer mit 80 statt mit 100 Stundenkilometern unterwegs ist, hat bereits einen 25 Meter kürzeren Bremsweg. Sehen Autofahrer Wildtiere auf der Fahrbahn stehen, sollten sie das Licht abblenden, hupen und bremsen. Dabei sollte der Fahrer oder die Fahrerin keinesfalls versuchen, dem Tier auszuweichen, denn die Folgen dieses Manövers könnten schwerwiegender sein.

Ist es trotz aller Vorsicht zum Unfall gekommen, gilt es, Ruhe zu bewahren, die Unfallstelle abzusichern und die Polizei anzurufen. Ist das Wildtier noch am Leben, verständigen die Ordnungshüter den zuständigen Jäger, damit dieser das Tier von seinen Leiden erlöst. Keinesfalls darf ein verendetes Tier in das eigene Auto „eingepackt“ werden, denn das wäre Jagdwilderei. Tipps zum richtigen Verhalten nach einem Wildunfall finden interessierte hier.


Hier können Sie die Pressemeldung als PDF herunterladen.
 

 

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