Wildschutzprogramm Feld & Wiese

Das Niederwild im freien Fall

Die Jagdstrecken für die Niederwildarten Rebhuhn, Feldhase und Fasan sinken seit Jahren.
Gleichzeitig steigen die Streckenzahlen der Prädatoren (hier Rotfuchs) stetig an.
 

Jagdstrecken können nur indirekt als Indikatoren für die Populationsentwicklung einer Art dienen. Daher ist eine flächendeckende Bestandsermittlung notwendig. Um belastbare Daten zu erhalten, gibt es seit 2015 das rheinland-pfälzische Rebhuhnmonitoring.
 

Leitwildart Rebhuhn

Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz rief im Jahr 2012 das Rebhuhn als Leitwildart für den Lebensraum Feldflur aus. Der Bestandsrückgang um 85% in den letzten 25 Jahren (DJV 05/17) ist dramatisch und macht ein entschlossenes Handeln zum Erhalt der Artenvielfalt im Offenland dringend erforderlich.

Seit 2015 verzichten die Jägerinnen und Jäger in  Rheinland-Pfalz freiwillig auf die Bejagung des Rebhuhns. Ziel dieser Maßnahme ist, einen günstigen Erhaltungszustand des Rebhuhns wieder herzustellen.
 

Niederwildstrecken Rheinland-Pfalz 1955/56 – 2015/16 (Quelle: LJV RLP)

Erhaltungszustand des Rebhuhns in Rheinland-Pfalz (Sauer, 2013). Ungünstig-schlecht = 0,8 BP/ 100 ha, ungünstig-unzureichend = 1,5 - 1,9 BP/ 100 ha, nicht mehr günstig = 3,0 - 6,5 BP/ 100 ha.

Vorläufig konzentrieren sich die WFW-Maßnahmen auf die gelbe/gelb schraffierte Gebietskulissen.
 

Die Ziele des WFW

Erhalt und Förderung der Biodiversität im Offenland durch:

Vernetzung von Akteuren und Institutionen in Rheinland-Pfalz

Erweiterung des Artenmonitorings

Neuentwicklung einer integrierten Beratung von Jägern & Landwirten

Beitrag zur Weiterentwicklung  der Agrarumweltmaßnahmen und des Vertragsnaturschutzes im Sinne der Niederwildheg
e

Umsetzung innovativer Methoden (z.B. beetle banks zur Schaffung von Grenzlinieneffekten)

 

Ein Projekt an der Schnittstelle zwischen Jagd & Landwirtschaft

Das WFW bietet zielorientierte Beratung, betriebsgerechte Förderung und Schulungen der Junglandwirte in Kooperation mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum.

Das WFW fördert Niederwildhege durch Lebensraumverbesserungen und Prädatorenbejagung.
 

Auflaufende Beetle Bank

Beetle bank (dt. Käferwall).
Auf diesem ca. 2 m breiten und 40 cm hohen Altgrasstreifen herrscht ein besonderes Mikroklima. Insekten siedeln sich hier in hohen Dichten an. Flankiert von Blühstreifen bilden die beetle banks die perfekte Nahrungsquelle für Rebhühner und Fasane.

Erhaltungszustand Rebhuhn nach Sauer 2013

 

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